Donnerstag, Juli 01, 2010

Neue Medien - neue Kreativität

Mit der Einführung und dem unheimlichen Erfolg des iPad von Apple haben insbesondere die Printmedien wieder Hoffnung und sehen Licht am Ende des Tunnels. Wie sich der ganze eZine- und ePaper-Markt entwickelt, wird sich noch zeigen. Im Grossen und Ganzen können wir uns jedoch getrost auf Rieplsches Gesetz berufen, welches besagt, dass einmal bewährte Medien – wie es die Papierpresse ist – nicht von einem Neuen völlig ersetzt wird.
Auch die Malkunst und die daran hängenden Industrien der Ölfarben-, Pinsel- und Leinwandhersteller können sich bedroht fühlen: So zeigt der amerikanische Maler David Jon Kassan - welcher für seine fotorealistischen Arbeiten bekannt wurde -, was er aus dem iPad heraus holt. Ich bin mir sicher, Leonardo da Vinci würde sich um ein solches Teil reissen.

Samstag, Mai 22, 2010

Fitnesstraining für die urbane weisse Frau

Der Schönheitswahn moderner Frauenmagazin-Gesellschaften lässt uns immer wieder zu neuen ausgefallenen Ideen kommen. Hier mal ein ganz spezielles Trainingsprogramm...

Mittwoch, Mai 19, 2010

Lichtkunst zum Auseinanderbrechen

Wenn in Zürich jeweils das Landesmuseum zu Weihnachten, das Grossmünster zum Nationalfeiertag oder das ETH-Hauptgebäude zum 150-jährigen Jubiläum farbig beleuchtet und kreativ durch den renommierten Lichtkünstler Gerry Hofstetter illuminiert werden, lässt sich dem Betrachter höchstes ein kleines zufriedenes Lächeln entlocken. Passanten kommentieren die Bilder oftmals mit: "Schöni Wiehnachtsbelüchtig, aber was bitte isch da dra Kunscht?" Dies soll hier nicht infrage gestellt werden. Schaut euch einfach mal dieses Video an. Offener Mund und Wow-Ausrufe garantiert!

Freitag, April 09, 2010

iPad Zerstörungswahn

Endlich ist es so weit, das langersehnte Apple iPad wurde am 3. April im gläsernen Store mit dem grossen Apfel an der Fifth Avenue in New York den Fans in die Hand gedrückt. Natürlich wurde wie immer, wenn Apple etwas "revolutionäres" ankündigt vor dem Laden gecampt und die Journalisten machten über Ostern Überstunden.

Die danach ausgelöste Video-, Podcast-, Blog-, und sonstige Nachrichtenflut war zu erwarten. Was mich jedoch erstaunt war, dass einige Stunden nach dem Öffnen der Apple Store-Pforten Videos im Netz aufgetaucht sind, wo Jungs das frisch gekaufte iPad mit einem Baseball-Schläger zerhämmerten und das gleichzeitig (wahrscheinlich mit einem iPhone) aufnahmen. Zuhören war nur Gegröle und Gelächter. Natürlich kann man darin eine gewisse Kritik an der kapitalistischen Konsumgesellschaft sehen und einen Ausdruck von Rebellion gegen das System. Ich bin mir aber nicht sicher, ob da nicht doch etwas zu viel in die Aktion herein interpretiert würde. Im Gespräch mit einem lokalen TV-Sender erklärt der Junge, dass er einfach der erste sein wollte, der ein iPad zerstört.

"I wanted to be the first one to break an iPad because I see videos of people breaking things on YouTube like PS3 and Wiis ... and I figured this one would be next."

Mir scheint diese Performance eher das Gegenteil zu zeigen. Keine Kapitalismuskritik ist hier zu finden, sondern eher das Hochpreisen des goldenen Kalbes Apple.



Immer amüsant ist in diesem Zusammenhang auch die Filmreihe "Will it blend?", wo viel eher kapitalismuskritische Elemente zu finden sind, obwohl es sich um eine echte Werbung für ein Produkt aus dem Hause Blendtec handelt:

Donnerstag, April 01, 2010

Gamen in der Schule


© dailymail.co.uk

Im deutschen Bundesland Baden-Württemberg sollen E-Sports, also das wettkampfmässige Austragen von Computerspielen im Multiplayermodus, fester Bestandteil des Sportunterrichts werden.
"Computerspiele sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Hand-Auge-Koordination und die Reaktionsgeschwindigkeit zu schulen. Außerdem fördern viele Spiele die räumliche Orientierung, Durchhaltevermögen sowie taktisches Denken", so ein Sprecher des dortigen Bildungsministeriums.

Schon seltsam, noch vor einem Jahr wollten unsere nördlichen Nachbarn, nach einem Amoklauf eines Jugendlichen, gewalttätige Computergames verbieten. Jetzt sind wir Schweizer ihnen zuvor gekommen.

Grundsätzlich ist ja nichts an Computerspielen auszusetzen. Insbesondere sollte sich die Schule, welche noch immer Haupterzieher der Jugend ist, mit neuen Medien und deren gesellschaftlichen Auswirkungen auseinandersetzen. Computerspiele gehören nunmal zum Alltag eines Jugendlichen. Serious games zeigen, dass nicht immer geballert und gerannt werden muss. Welche Spiele genau in den Schulen von Baden-Württemberg gespielt werden, bleibt noch offen. Eines ist aber sicherlich erfreulich: Endlich werden Computerspiele ernst genommen und deren pädagogischen Wert diskutiert.

Mehr infos: hier

Sonntag, März 28, 2010

New York im Sandkasten

Der Regisseur und Fotograf Sam O'Hare hat einen beeindruckenden Kurzfilm geschaffen. Der Big Apple New York scheint auf Spielzeuggrösse runter geschrumpf zu sein. Geschafft hat er dies nicht etwa mit modernster Computertechnik in der Postproduktion, sondern mit zahlreichen Einstellungsversuchen und Speziallinsen montiert auf seiner Fotokamera Nikon D3. Rund 35'000 Einzelaufnahmen schoss O'Hare von seiner Lieblingsstadt. Das Ergebnis ist verblüffend. Seht selbst...

The Sandpit from Sam O'Hare on Vimeo.

Samstag, März 27, 2010

Massive Attack - Folter-Doku-Musikvideo

Das neue Musikvideo zu »Saturday Come Slow« von Massive Attack ist eine Mischung aus Musikvideo, Reportage und Essay über Musik. Das von Adam Broomberg und Oliver Chanarin gedrehte Video ist dabei auch ein hochgradig politisches Werk, das sich speziell mit akustischer Kriegsführung beziehungsweise Folter beschäftigt.

Man beachte auch die interessante DRS-Radiosendung zu akustischer Kriegsführung.

Augen zu, Ohren auf und ab durch die Mitte!

Samstag, März 20, 2010

Medien I - Internetleitungen zwischen den Kontinenten



© Guardian.co.uk

Wie wir die Tage verbringen

Ok, sind nicht gerade die aktuellsten Zahlen, aber trotzdem eindrücklich:
Die American Time Use Survey fragte tausende amerikanische Bürger, welche über 15-jährig waren, sich ihren Tagesablauf auf die Minute genau wieder in Erinnerung zu rufen. Obige Grafik zeig die Ergebnisse. Wie einmal wieder bestätigt besteht unser Leben aus Arbeit und Medienkonsum.

Bei Klick auf die interaktive Karte können unter anderem Vergleiche zwischen Geschlecht, Arbeitsverhältnis oder Alter angestellt werden.

Einfach etwas mit der Statistik spielen... yeah!